Checkliste für Dein Briefing


Warum ist ein gutes Briefing so wichtig?
Damit das Ergebnis in Deinem Sinne ist. 
Damit Du Deine Unternehmensführung für die Zeit des Corporate Designs, bzw. der Werbegestaltung nicht an den Nagel des Designers abgibst: „Der Designer ist ja der Fachmann und weiß, was ich brauche.” Ganz falsche Fährte.

 

Ein Designer kann Dich beraten, ein Designer kann auf Grundlage Deines Briefings eine Gestaltung machen und Deine Unternehmensbotschaft somit unmissverständlich dem Kunden erzählen über Bild, Text und Komposition – das ist der Job. Aber es ist nicht der Job, gleichzeitig auch Deine Unternehmensinhalte zu erahnen. Du hast die Wahl zwischen einem schönen Design, dass einfach nur schön aussieht (hoffentlich ;-) ) und einem schönen Design, dass Deine Unternehmensbotschaft mit auf den Weg zum Kunden nimmt.

 

Übrigens: „brief” stammt aus dem Englischen und bedeutet „kurz”. Somit könnte man „Briefing” in „Kurzfassung” übersetzen. 

 

Hier ist die Checkliste …

Check 1

 

Fragen, die zu Deiner Klarheit dienen:

1. Wofür brauchst Du welches Medium?

2. Was soll über die einzelnen Medien erreicht werden, was sollen sie leisten?

Hier geht es um detaillierteres Vorgehen, als der Begriff „Kundengewinn”. Z.B.:  

direkte Aufträge/Verkauf, Erinnerung, Erstkontakt, Information ...

3. Wo liegen Deine Stärken in der Akquisition?

Das entscheidet u. a. über Deinen Werbeschwerpunkt: Web oder Printwerbung? 

4. Wie erreichst Du Deine Kunden am besten?

Diese Frage zielt auf Deine Zielgruppe ab. Ein Abgleich, ob Deine Akquisitionsstärken kongruent sind, mit den Plattformen, wo Du Deine Kunden erreichst, macht schon Sinn.

 

Check 2

 

Deine Arbeitsliste für den/die DesignerIn:

1. Hintergrundinfos zum Geschäft, Sachebene

- zeitliche, örtliche, personelle Infos

(wann, wo, welcher Radius, wie groß, etc.)

- die Leistungen (Liste, Merkmale/Besonderheit, Positionierung)

- Zielgruppe

- Logo, Bilder, Texte, alte Medien, usw. (alles was Du da hast und weißt. Bildrecherche und Bildkomposition kann auch Aufgabe des Designers sein.)

- Deine (sofern vorhanden) Ideen … 

- realistische Terminplanung

- Budget

 

2. Hintergrundinfos zum Geschäft, emotionale Ebene:

- Philosophie, Werte, ganz kurze Geschichte sofern nötig

- USP (Alleinstellungsmerkmal)

- Kernaussagen (Leitsätze)

- Anmutungskriterien

- Kundenansprache (Tonality)

 

Check 3

 

Letzte eigene Vorüberlegungen zum Auftrag:

1. Was soll für Dich das Ergebnis sein? 

- Qualität, eventuell auch Arbeitsqualität m. DesignerIn, günstig, schnell …

2. Kann der/die DesignerIn lt. Portfolio oder Vorgespräch das leisten?

- eventuell zwei DesignerInnen zur Auswahl oder eine kleine Agentur 

3. Welche Zusatzleistungen musst Du eventuell woanders „einkaufen”?

Beispiel:

- TexterIn, KorrektorIn

- FotografIn

- WebdesignerIn

- Marketingfachfrau/-mann

- IllustratorIn

- Druck (wo?)

Tipp: Eine Vorberatung bei einem Designer und/oder Marketingfachmann kann helfen und eine mehr als sinnvolle Investition sein. 

 

Wenn Du alles abgehakt hast, dann kannst Du anhand von Check 4 Dein schriftliches Briefing verfassen. Schriftlich ist nicht unbedingt nötig, aber hilfreich, für Deine eigene Markenerinnerung.

 

Check 4

 

Der schriftliche Auftrag | das Briefing (Resumee aus Check 1-3):

1. Was und wofür? (Medium/Medien – Werbeziel)

2. In welcher Qualität? 

3. Auf welcher Grundlage? (Check 1 und 2)

3. Wieviel, Wo, Wie? (Auflage, Druckart und -ort, evtl. gute SEO bei Websites, etc.)

4. Terminplanung 

    (Gute Planung ist wichtig –„Schnellschüsse”, nur wenn nötig, der Qualitätsverlust 

     ist immens – Vorsicht bei Zeitknappheit bei gänzlichen Neukreationen von Print 

     oder Web! Das Design kauft man für mehrere Jahre.)

5. Budgetabsprache | evtl. Werksvertrag 

    (Bedenke immer, dass ein Auftrag dynamisch ist und sich während des 

     Prozesses verändern kann.)

 

 

Gutes Gelingen und herzliche Grüße

bis demnächst an dieser Stelle

 

Regine

 

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Foto: gratisography.com